Wednesday, December 10, 2014
"If there is the right spirit, we can kick out the 'im' from 'impossible' "- Baden Powell
Dieses Zitat von dem Gründer der Pfadfinderbewegung geht mir seit vielen Tagen nicht mehr aus dem Kopf, nicht nur wegen der grandiosen Animation, die ich dazu einmal erlebt habe ;), sondern weil es hier auf diesem Hof gelebt wird.
Seit dem letzten Blog habe ich so viel gelernt, bzw. wieder gelernt, oder mal wieder gemacht, dass ich gar nicht weiß, wo anfangen. Ich bin neben einem Bagger hergelaufen, um einen großen Tank (4 Kubikliter) dorthin zu geleiten, wo er hin musste: in ein großes Loch vor dem WOhnhaus, als Teil eines Sewage-Systems, das gerade eines der Hauptprojekte ist. Da hier Naturschutzgebiet ist, muss eben auch die Abwasser-Entsorgung entsprechend gereglt werden, d.h. durch zwei Teiche und ein langes Rohr-System. Das wiederrum bedeutet gerade eines: Schaufeln, Schaufeln, Schaufeln. Hübsche Kanten in die Teiche schaufeln, den Graben für die Rohre vorbereiten, die Teiche mit Sand und Steinen füllen (Papa, kommt Dir das irgendwie bekannt vor, nur andersrum ;) ?), usw.
Das zweite Hauptprojekt ist gerade das Hühnerhaus. Ich weiß (und einige andere bestimmt auch), dass ich nicht über sonderlich große Fähigkeiten in Heimwerkerlichen Dingen verfüge (ich meine, ich kann zwar sägen, Löcher bohren, schrauben, etc., aber spätestens wenn es um Präzisionsarbeiten geht, bin ich echt die Falsche), dennoch sollten wurde ich damit beauftragt, Sitzstangen für ein neues Hühnerhaus zu bauen - also einen Rahmen mit Stangen für die Hennen drauf und einem Brett drunter, auf dem sich die Hühnerk... sammeln soll. Und das Ganze dann bitte noch mit Scharnieren an die Wand, so dass man es zum reinigen rausnehmen kann. Als kleine Anmerkung: Das komplette Hühnerhaus - ein einfaches, kleines Holzhäuschen von ca. 30qm wurde von WWOOFern, dem Farmer und Familie komplett selbst errichtet, was ich ziemlich, ziemlich beeindruckend finde. Für manche Bretter wurden sogar extra im Frühjahr Bäume gefällt, Bretter geschnitten und getrocknet!
Dagegen war natürlich diese Hühnerstangen-Geschichte ein Klacks, könnte man denken... dennoch habe ich ungefähr 3 Tage mit wechselnder Hilfe durch andere WWOOFer gebraucht, um das fertig zu bekommen. Gestern Abend dann der erhebende Moment: es hängt! Zwar nciht schön, aber selten ;)
Abgesehen davon habe ich am Wochenende mir auch selbst beigebracht, weihnachtliche Türkränze ohne Strohrohling innendrin zu binden, gestern das erste Stück des neuen Sewage-Systems angeschlossen (auf Deutsch: Rohre verlegt), am Samstag einen kleineren Traktor mit einem RIESIEGEM Heuanhänger voller Tannengrün auf einen Weihnachtsmarkt ca. 5km von hier weg gefahren (das waren ganz schön viele Stoßgebete, dass mir auf dem einspurigen Feldweg hier niemand entgegenkommt!!!) und gerade- also ziwschen den ersten 10 Zeilen dieses Blogeintrags und dem Rest - vier Lämmer eingeschweißt.
Um den Bogen zum Anfang zu schlagen: Bei den meisten der hier aufgeführten Aufgaben dachte ich am Anfang "unmöglich - impossible". Der Farmer hier, Stefan wendet bei seinen WWOOFern konsequent die Learning -by-Doing -Methode an, d.h. wir kriegen eine Erklärung, was wir tun machen sollen und wofür es gut sein soll, das WIE bleibt aber meistens eher im Drüben. Aber die Methode funktioniert gut, wie ich mehr und mehr merke. Und auch, dass es einen Unterschied gibt zwischen "Unmöglich zu tun" und "Schwierig zu tun". Bisher waren alle DInge irgendwie lösbar, manchmal mit viel Geduld und Spucke, und öfters mal dem Geühl purer Überforderung, aber später immer mit dem Wissen und genialen, wirklich süchtig machenden Gefühl von "Ich hab's geschafft und was gelernt!".
In diesem Sinne gehe ich jetzt mal füttern und misten, denn auch Routine gehört hier zum Alltag...
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