Friday, January 16, 2015

Zwischen den Welten

17.34, Rendsburg im Ec nach Hamburg. Von da aus weiter nach Hause. Heute endet mein Schweden- Abenteuer. Was bleiben wird davon muss sich noch zeigen. Fest steht, dass ich unglaublich viel gelernt habe, selten soviel learning by doing erlebt und so viel gute Luft abbekommen habe. Eine wunderbare Zeit liegt hinter mir, die ich sehr genießen konnte und aus der ich nochmal mehr gelernt habe, wie sehr ich Natur zum Anfassen brauche. Mein ökologisches Gewissen hat neuen Input bekommen und ich bin gespannt, was davon sich umsetzen lässt. Auch, wenn ich kaum nördlicher als Stockholm war, habe ich gefühlt unglaublich viel gesehen und nach einer Zeit der Gewöhnung auch das alleine Reisen wieder sehr genossen. Nicht weniger aber die Zeiten, in denen liebe Menschen mich begleitet haben. Die letzten Tage ( über die ich nochmal gesondert berichten werde, mit Bildern und so ;)) waren total schön, aber ich habe mich auch sehr auf daheim gefreut. Jetzt im Zug bin ich mir gerade nicht mehr so sicher. Eine Traum- Zeit geht zu Ende, aus der ich eigentlich noch nicht aufwachen will. Das schöne am Aufwachen: man merkt, dass es he'll wird und wieder was neues wartet. Und darauf will ich mich freuen. Auf neue Erfahrungen in alten Orten und alten Freunden. ( Amen)

Friday, January 9, 2015

Gedanken

Während ich meine Auszeit in Schweden nehme, nimmt sich die Welt keine Auszeit. Geschockt verfolgen wir die Nachrichten aus Paris und bangen um die Reaktionen. 12 Menschen wurden bei einem Anschlag nicht nur auf eine Satire-Zeitung, sondern auf Pressefreiheit insgesamt getötet. Was wiederum Wasser auf die Mühlen von Pegida und Co ist. Derweil sitze ich in Schweden, fühle mich erinnert an 2011, als Breiig an dem Tag um sich schoss, als wir auf dem Weg zum Jamboree in Schweden waren. Einem Pfadfinder- Treffen mit Teilnehmern aus aller Welt. Warum mich diese Gedanken jetzt einholen kann ich nicht zu 100% sagen, aber wieder wurden Menschen erschossen, die sich für Bildung und Politik (im Sinne von Zusammenleben) einsetzen. Es erschreckt mich, wie viele Leute es nun zu Pegida zieht und wie schnell dieses Feuer andere anzündet. Wir diskutieren hier immer wieder, versuchen vorauszusehen, was kommen wird. Eine Stimme im Haus sagt deutlich "World War III". Doch etwas in mir wehrt sich dagegen. Ich glaube, es ist die Hoffnung. Zu beobachten, wie viele auf fb ihre Bestürzung ausdrücken, wie viele davor warnen, jetzt zu verallgemeinern, zu sehen, dass in vielen Städten immer noch mehr Menschen gegen Pegida demonstrieren als dafür. Zu sehen, dass ein kleines Licht aus Bethlehem um die Welt geht. Getragen von Menschen, die daran glauben, dass Kommunikation aller Generationen und aller Nationen und aller Religionen ein Lösungsansatz ist. Nicht nur einer. Der Schlüssel. In diesem Sinne, lässt uns die Hoffnung nicht aufgeben und uns aufmachen, in andere Länder, zu anderen Menschen, egal ob zu unseren Nachbarn oder den Nachbarn weltweit.