Friday, January 9, 2015
Gedanken
Während ich meine Auszeit in Schweden nehme, nimmt sich die Welt keine Auszeit. Geschockt verfolgen wir die Nachrichten aus Paris und bangen um die Reaktionen. 12 Menschen wurden bei einem Anschlag nicht nur auf eine Satire-Zeitung, sondern auf Pressefreiheit insgesamt getötet. Was wiederum Wasser auf die Mühlen von Pegida und Co ist. Derweil sitze ich in Schweden, fühle mich erinnert an 2011, als Breiig an dem Tag um sich schoss, als wir auf dem Weg zum Jamboree in Schweden waren. Einem Pfadfinder- Treffen mit Teilnehmern aus aller Welt. Warum mich diese Gedanken jetzt einholen kann ich nicht zu 100% sagen, aber wieder wurden Menschen erschossen, die sich für Bildung und Politik (im Sinne von Zusammenleben) einsetzen.
Es erschreckt mich, wie viele Leute es nun zu Pegida zieht und wie schnell dieses Feuer andere anzündet.
Wir diskutieren hier immer wieder, versuchen vorauszusehen, was kommen wird. Eine Stimme im Haus sagt deutlich "World War III". Doch etwas in mir wehrt sich dagegen. Ich glaube, es ist die Hoffnung. Zu beobachten, wie viele auf fb ihre Bestürzung ausdrücken, wie viele davor warnen, jetzt zu verallgemeinern, zu sehen, dass in vielen Städten immer noch mehr Menschen gegen Pegida demonstrieren als dafür. Zu sehen, dass ein kleines Licht aus Bethlehem um die Welt geht. Getragen von Menschen, die daran glauben, dass Kommunikation aller Generationen und aller Nationen und aller Religionen ein Lösungsansatz ist. Nicht nur einer. Der Schlüssel.
In diesem Sinne, lässt uns die Hoffnung nicht aufgeben und uns aufmachen, in andere Länder, zu anderen Menschen, egal ob zu unseren Nachbarn oder den Nachbarn weltweit.
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